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02.11.2020

Statistikreport Oktober 2020

Rückgang der Fallzahlen bei der Kommunalen Arbeitsförderung hält weiter an

Offenburg, 29. Oktober 2020 – Im Oktober 2020 sind die Fallzahlen der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) wieder deutlich zurückgegangen. So beziehen aktuell 7.392 Familien bzw. Haushalte die sogenannten „Hartz IV“-Leistungen. Dies sind nahezu 200 weniger als im Vormonat, was einem Rückgang von 2,6 Prozent entspricht. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist ebenfalls um 2,6 Prozent und die Arbeitslosenzahl im SGB II um sogar 3,2 Prozent gesunken.

„Vor dem Hintergrund des derzeit wieder drastischen Anstiegs an Corona-Neuinfektionen ist es natürlich erfreulich, dass der zuletzt durchaus positive Trend bei der KOA auch im Oktober noch andauerte“, kommentiert Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters, die aktuelle Entwicklung. „So sind die Fall-zahlen im SGB II-Bereich zum vierten Mal in Folge rückläufig und haben seit Juni – per saldo – insgesamt über 800 Arbeitslosengeld II-Empfänger den Leistungsbezug wieder beendet.“

„Dass zeitgleich die Arbeitslosigkeit bei der KOA sogar überproportional zurück ging liegt hauptsächlich in der Zunahme an Arbeitsfördermaßnahmen begründet“, erläutert Mittelstädt weitere Details zur aktuellen Situation. So konnte die Zahl der Maßnahmeteilnehmer im vergangenen Monat um exakt 200 Personen gesteigert werden, was einem Plus von 14 Prozent entspricht. „Hieran lässt sich deutlich erkennen, dass die KOA trotz der derzeit widrigen Rahmenbedingungen wieder erfolgreich in derartige Fördermaßnahmen vermittelt. Damit kann gerade langzeit-arbeitslosen Menschen der (Wieder-)Einstieg in das Arbeitsleben geebnet werden“, unterstreicht Mittelstädt die Bedeutung aktiver Arbeitsförderung.

Aktuell erhalten insgesamt 15.816 Personen Leistungen der KOA. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Leistungsberechtigten beträgt 7.539. Hinzu kommen 4.720 nichterwerbsfähige Sozialgeld-Empfänger, 2.596 reine Arbeitslosengeld II Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter drei Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten, sowie 961 sonstige Leistungs-berechtigte, die keine Regelleistungen beziehen.

Im Oktober 2020 haben 155 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen 31 Arbeitsaufnahmen auf dem sogenannten „zweiten“ Arbeitsmarkt. Hierbei handelt es sich überwiegend um gemeinnützige Beschäftigungsverhältnisse, die durch staatliche Zuschüsse geschaffen worden sind. Insgesamt haben somit im Berichtsmonat 186 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden.


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