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03.06.2020

Statistikreport Mai 2020

Nochmals deutlicher Anstieg der Fallzahlen bei der Kommunalen Arbeitsförderung

Offenburg, 03. Juni 2020 – Im Mai 2020 sind die Fallzahlen der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) nochmals deutlich angestiegen. So beziehen aktuell 7.862 Familien bzw. Haushalte die sogenannten „Hartz IV“-Leistungen. Dies sind 336 mehr als im Vormonat, was einer Zunahme von 4,5 Prozent entspricht. Die Zahl der Arbeitslosen ist zeitgleich um 5,6 Prozent angestiegen.

„Dass die Fallzahlen der KOA nun den zweiten Monat in Folge deutlich angestiegen sind, ist in der derzeitigen, durch die Coronakrise geprägten Situation, natürlich keine Überraschung“, kommentiert Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters die aktuelle Entwicklung. Es sei nach wie vor eine große Zahl an Neuanträgen von Personen zu verzeichnen, deren Erwerbseinkommen sich vermindert haben oder z.B. durch Ruhen der Selbstständigkeit völlig weggebrochen sind, die keine oder nur geringe Versicherungsleistungen der Agentur für Arbeit beziehen können und daher SGB II-Leistungen beanspruchen. “Da wir dem Grunde nach coronabedingt sogar mit einem deutlich höheren Fallzahlanstieg gerechnet haben, bewerten wir die jüngste Entwicklung aber eher positiv“, ergänzt Mittelstädt.

Derzeit erhalten insgesamt 16.911 Personen Leistungen der KOA. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Leistungsberechtigten beträgt 7.913. Hinzu kommen 5.064 nichterwerbsfähige Sozialgeld-Empfänger, 2.965 reine Arbeitslosengeld IILeistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter drei Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten, sowie 969 sonstige Leistungsberechtigte, die keine Regelleistungen beziehen.

Im Mai 2020 haben 67 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen 3 Arbeitsaufnahmen auf dem sogenannten „zweiten“ Arbeitsmarkt. Hierbei handelt es sich überwiegend um gemeinnützige Beschäftigungsverhältnisse, die durch staatliche Zuschüsse geschaffen worden sind. Insgesamt haben somit im Berichtsmonat 70 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden. „Zwar ist dies im Langfristvergleich ein extrem niedriger Wert, aber in der aktuellen Situation freuen wir uns über jeden einzelnen Leistungsempfänger, der wieder in das Arbeitsleben einsteigen kann,“ so Mittelstädt weiter.

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