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30.04.2019

Statistikreport April 2019

Kommunale Arbeitsförderung: Anhaltend positive Entwicklung durch Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Offenburg, 30. April 2019 – In den letzten sechs Monaten haben im Ortenaukreis rund 300 Personen mit Fluchthintergrund, die sogenannte `Hartz IV-Leistungen´ beziehen, eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen. „Dies hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass im selben Zeitraum über 200 Geflüchtete vollständig aus dem Leistungsbezug der Kommunalen Arbeitsförderung (KOA) ausgeschieden sind“, erläutert Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters, die derzeitige Entwicklung.

Die Integrationsquote von flüchtlingsbedingten Zuwanderern beträgt in der Ortenau aktuell 30,3 Prozent. Dieser bundesweit standardisierte Indikator zur Arbeitsmarktanalyse liegt bei den übrigen SGB II-Leistungsempfängern lediglich bei 26,9 Prozent. “Dies zeigt, dass die anhaltend positive Entwicklung der Fallzahlen bei der KOA maßgeblich von den Integrationserfolgen bei den Flüchtlingen getragen wird.“

Im vergangenen Monat ist die Gesamtzahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger, also mit und ohne Fluchthintergrund, um 0,5 Prozent gesunken, die Arbeitslosenzahl hat sich im SGB IIBereich sogar um 1,7 Prozent vermindert.

Derzeit betreut die KOA 7.541 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 16.295 Personen. 3.848 von ihnen gelten gemäß den gesetzlichen Kriterien als arbeitslos und 3.955 als Arbeitssuchende. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen beträgt somit 7.803. Hinzu kommen 5.120 nichterwerbsfähige Sozialgeld-Empfänger, 2.511 reine Alg II-Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter drei Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten, sowie 861 sonstige Leistungsberechtigte, die keine Regelleistungen beziehen.

Im April 2019 haben 179 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen 46 Arbeitsaufnahmen auf dem sogenannten „zweiten“ Arbeitsmarkt. Hierbei handelt es sich überwiegend um gemeinnützige Beschäftigungsverhältnisse, die durch staatliche Zuschüsse geschaffen worden sind. Insgesamt haben somit im Berichtsmonat 225 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden.

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