Hilfsnavigation

Europäischer Sozialfonds

gefördert von:

Logo Europäischer Sozialfonds Baden-Württemberg

Seit 1957 stellt die Europäische Union den Mitgliedsstaaten Mittel zur Verbesserung des Arbeitsmarktes zur Verfügung. Der Europäische Sozialfonds bildet dabei das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union und dient auch der Umsetzung der Ziele der Europäischen Beschäftigungsstrategie. Die Beschäftigungsstrategie beinhaltet die Ziele Vollbeschäftigung, Steigerung der Arbeitsplatzqualität und Arbeitsproduktivität sowie Sicherung des sozialen Zusammenhalts. Der ESF ist das Hauptinstrument der EU für Investitionen in Menschen und soll den Zugang zu Bildung, Ausbildung und Beschäftigung erschließen.

Unter dem Motto „Chancen fördern“ möchte das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren gemeinsam mit seinen Partnern die ESF-Förderung in Baden-Württemberg während der Förderperiode 2014-2020 nachhaltig gestalten. Unter ESF-Gesichtspunkten wurde als wichtigster Schwerpunkt die „Erhöhung des Arbeitsmarktpotenzials und der sozialen Eingliederung, Anhebung des Bildungsniveaus“ identifiziert.

Deutschland erhält für die Förderperiode Mittel die auf das Programm des Bundes für den Europäischen Sozialfonds und die Operationellen Programme der einzelnen Bundesländer zu verteilen sind.

Im Operationellen Programm für Baden-Württemberg sind Ziele der regionalen Förderung in Baden-Württemberg festgelegt und in folgende Prioritätsachsen untergliedert:

  • Prioritätsachse B – Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung (B 1 – Aktive Inklusion, nicht zuletzt durch die Förderung der Chancengleichheit und aktiver Beteiligung und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit).
  • Prioritätsachse C – Investition in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen (C 1 – Verringerung der Verhütung des vorzeitigen Schulabbruchs und Förderung des gleichen Zugangs zu einer hochwertigen Früherziehung und einer hochwertigen Grund- und Sekundarbildung, darunter Bildungswege, mit denen eine Rückkehr in die allgemeine und berufliche Bildung ermöglicht wird).

Regionaler Europäischer Sozialfonds (ESF) in Baden-Württemberg

Um die zur Verfügung stehenden Fördermittel möglichst effektiv und entsprechend den regionalen Erfordernissen einsetzen zu können, wurden regionale ESF-Arbeitskreise eingerichtet.

Der ESF-Arbeitskreis setzt sich aus Vertreter/innen der regional relevanten Akteure der Arbeitsmarktpolitik zusammen. Dies sind im Ortenaukreis Vertreter/innen der Agentur für Arbeit und Jobcenter, Kammern, Arbeitsgemeinschaften für berufliche Weiterbildung, Freie Wohlfahrtspflege, Gewerkschaft, Beauftragte für Chancengleichheit, Schulen, Arbeitgebervertreter und Kreisräte.

Die Geschäftsführung und Leitung obliegt dem Landkreis Ortenaukreis unter dem Vorsitz von Dezernent für Bildung, Jugend, Soziales und Arbeitsförderung Herrn Georg Benz.

Die regionale Geschäftsstelle ESF Ortenaukreis ist beim Landratsamt Ortenaukreis, Kommunale Arbeitsförderung – Jobcenter, Lange Straße 51, 77652 Offenburg, Frau Brigitte Kolbe, Mail: kolbe.koa@ortenaukreis.de angesiedelt. Sie koordiniert zwischen regionalen ESF-Interessierten, Projektträgern, Antragstellern, Mitgliedern des Regionalen Arbeitskreises, der L-Bank und dem Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg.

Aufgabe des regionalen ESF-Arbeitskreises ist zunächst die Festlegung regionaler Förderschwerpunkte in einer Arbeitsmarktstrategie für die aktuelle Förderperiode. Das heißt es werden in der Strategie inhaltliche Schwerpunkte benannt, die über den ESF gefördert werden können. Diese Arbeitsmarktstrategie wird im Laufe der Förderperiode regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Des Weiteren bewertet der ESF-Arbeitskreis eingehende Förderanträge, bevor sie zur endgültigen Entscheidung an die L-Bank weiter geleitet werden.

Die Mittelverteilung der Fördergelder ist regional verschieden und wurde auf Grundlage sozialökonomischer Indikatoren errechnet. Der Landkreis Ortenaukreis erhält für die Förderperiode 2014-2020 ein Jahreskontingent von 460.000,00 Euro. Diese Mittel sind auf die beiden regionalen spezifischen Ziele B 1.1 (Integrationsziel) und C 1.1 (Bildungsziel) prozentual 60:40 aufgeteilt.

Näheres zum Operationellen Programm Baden-Württemberg und der regionalen Arbeitsmarktstrategie finden Sie in unserem Service Bereich. Zusätzliche Informationen, wichtige Dokumente und Vorlagen für eine erfolgreiche Projektabwicklung finden Sie auf der Homepage www.esf-bw.de.

Fördergrundsätze

Die Projektförderung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses für Bewilligungen ab 01.06.2016 als Fehlbedarfsfinanzierung und vor diesem Zeitpunkt als Anteilsfinanzierung gewährt. Der Fördersatz soll mindestens 35 %, höchstens 50 % betragen.

Für alle Vorhaben des ESF gilt der Grundsatz der Zusätzlichkeit (Additionalität). Die Beiträge aus dem Strukturfonds dürfen nicht an die Stelle öffentlicher Strukturausgaben oder diesen gleichwertigen Ausgaben eines Mitgliedsstaats treten.

Antragsverfahren

Die Antragstellung erfolgt bei der Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank). Die L-Bank leitet die Anträge nach Ablauf der Antragsfrist zur Bewertung an die regionalen Arbeitskreise weiter. Die Antragstellung ist nur im webbasierten Antragsverfahren ELAN möglich.

Antragsformulare und detaillierte Hinweise zum Ausfüllen des Antrages stehen auf www.esf-bw.de oder in unserem Download-Center bereit.

Anträge müssen bis spätestens 30.09. jeden Jahres bei der L-Bank eingegangen sein.

Zuständig für die Bearbeitung der Anträge ist die L-Bank, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe. Hier sind die Anträge bis zum 30.09. einzureichen.

Vor der Antragstellung ist von den Antragstellern die Kofinanzierung der Projekte sicherzustellen.